Brighton sichert sich Costinha langfristig

Brighton & Hove Albion hat die Verpflichtung des portugiesischen Verteidigers Costinha von der griechischen Mannschaft Olympiacos bekannt gegeben. Der 24-Jährige unterschrieb am Amex-Stadion einen Fünfjahresvertrag.

Der Wechsel wurde am Montag bestätigt. Costinha ist damit der neueste Neuzugang der Seagulls vor der neuen Premier-League-Saison. Trainer Fabian Hürzeler formt seinen Kader weiter um, nachdem das Team die vergangene Spielzeit auf Platz elf beendet hatte.

Obwohl der Verein die Ablösesumme nicht nannte, wird sie auf 15 bis 20 Millionen Pfund geschätzt. Das zeigt Brightons Bereitschaft, in junge Verteidigungstalente zu investieren.

Wer ist Costinha?

Costinha, bürgerlich João Pedro da Silva Costa, begann seine Karriere in Portugal in der Akademie von Sporting Lissabon, bevor er 2022 zu Olympiacos wechselte. In zwei Spielzeiten in Griechenland bestritt er 67 Pflichtspiele, erzielte drei Tore und bereitete vier Treffer vor.

Hauptsächlich Innenverteidiger, ist der 1,91 Meter große Abwehrspieler auch als defensiver Mittelfeldspieler einsetzbar – das macht ihn flexibel in der Defensive. Seine Leistungen in der griechischen Super League und in der Europa League erregten die Aufmerksamkeit mehrerer Premier-League-Klubs, doch Brighton zog schnell den Zuschlag.

Berichten zufolge überzeugte Costinha Brightons Scouting-Team mit seiner Kopfballstärke, seiner Ruhe am Ball und seinem Stellungsspiel – Eigenschaften, die zu Hürzelers Vorliebe für einen geordneten Spielaufbau passen.

Taktischer Kontext: So passt Costinha in Hürzelers System

Fabian Hürzeler, der im Juni 2024 das Amt bei Brighton übernahm, setzt auf ein Pressing- und Ballbesitzspiel, das an die Arbeit seiner Vorgänger Graham Potter und Roberto De Zerbi erinnert. Der deutsche Coach bevorzugt ein 4-3-3, in dem die Innenverteidiger in Eins-gegen-Eins-Situationen stark sein und präzise lange Pässe schlagen können, um das Spiel zu verlagern.

Costinha passt gut in dieses System. In der vergangenen Saison in der griechischen Liga kam er auf durchschnittlich 1,8 abgefangene Bälle und 3,2 Klärungen pro Spiel, seine Passquote lag bei beachtlichen 88 Prozent. Auch seine physische Präsenz dürfte bei Standardsituationen wertvoll sein – Brighton kassierte in dieser Spielzeit 12 Gegentore nach ruhenden Bällen, nur vier Teams waren schlechter.

Mit Costinha kommt Tiefe in eine Abwehr, zu der Lewis Dunk, Jan Paul van Hecke und Adam Webster gehören. Da Dunk mit 33 Jahren am Ende seiner Karriere steht, könnte Costinha als langfristiger Nachfolger neben van Hecke gelten, der sich in der ersten Mannschaft etabliert hat.

Auswirkungen auf Brightons Saisonziele

Brighton belegte 2024/25 den elften Tabellenplatz, ein Abstieg gegenüber dem sechsten Platz in der Vorsaison. Der Abgang von Leistungsträgern wie Alexis Mac Allister und Moisés Caicedo 2023 brauchte Zeit zur Kompensation, aber der Klub hat seither klug investiert.

Costinha adressiert ein klares Problem: Brighton kassierte 58 Gegentore – die meisten unter den Top-Ten-Teams. Mehr Stabilität in der Abwehr ist entscheidend, um erneut um Europa zu spielen. Die Rekrutierungsstrategie unter Sportdirektor David Weir setzt weiterhin auf unterbewertete Spieler aus europäischen Ligen – Costinha passt ins Muster.

Aus Sicht von Fantasy Premier League wird Costinha voraussichtlich bei etwa 4,5 Millionen Pfund liegen – ein günstiger Enabler. Da Brightons Abwehr noch keine konstante Zuverlässigkeit bewiesen hat, könnten FPL-Manager auf erste Zu-Null-Spiele warten, bevor sie investieren.

Wie es für Costinha und Brighton weitergeht

Costinha soll im Juli am Vorbereitungstraining teilnehmen, das erste Pflichtspiel der Saison ist ein Testspiel gegen Villarreal am 2. August. Die Premier-League-Saison beginnt am 16. August – Costinha hofft, im Eröffnungsspiel gegen Everton einen Startplatz zu erhalten.

In den kommenden Wochen dürfte Brighton weitere Neuzugänge vermelden; ein Mittelfeldspieler und ein Flügelstürmer stehen auf der Liste. Fans dürfen sich auf einen Verteidiger freuen, der Jugend, Vielseitigkeit und europäische Erfahrung vereint – eine Kombination, die Brighton in den vergangenen Jahren gestärkt hat.