Atletico Madrid hat Reijnders nach nur einer Saison bei City im Visier

Atletico Madrid hat offenbar das Mittelfeld-Ass Manchester Citys Tijjani Reijnders ins Auge gefasst. Nur ein Jahr nach seinem 46,5-Millionen-Pfund-Wechsel von AZ Alkmaar stellen sich neue Fragen um die Zukunft des Niederländers an der Etihad. Der 25-Jährige kämpft unter Pep Guardiola um einen Stammplatz – die Spanier beobachten die Situation genau.

Hintergrund und Entwicklung

Reijnders wechselte im Sommer 2023 nach einer starken Eredivisie-Saison zu City. Seine Antritte aus dem Mittelfeld und seine Ballruhe hatten die Scouts überzeugt. In seiner Debütsaison kam er auf 24 Einsätze in allen Wettbewerben, aber nur 14 in der Premier League – viele davon als Einwechselspieler. Die fehlende Spielzeit soll ihn frustrieren, und Atletico Madrid will nun zuschlagen.

Das Team von Diego Simeone sucht einen Mittelfeldspieler, der Bälle sichern und in der Offensive Akzente setzen kann. Reijnders' Fähigkeit, Linien zu durchbrechen, und seine hohe Arbeitsrate passen zu Simeones System. Für City wäre ein Abgang des teuer eingekauften Spielers ein deutlicher Einschnitt in die Kaderplanung, zumal Guardiola erneut um Premier-League-Titel und Champions League kämpft.

Citys Mittelfeld ist mit Stars wie Rodri, Kevin De Bruyne, Bernardo Silva und Mateo Kovacic gespickt – für Reijnders ist kaum Platz. Der 25-Jährige wurde zudem oft auf Nebenpositionen eingesetzt, was seine Situation erschwerte.

Analyse und Auswirkungen

Ein Wechsel zu Atletico würde allen Seiten nutzen. Reijnders bekäme in La Liga mehr Einsatzzeit, City könnte mit 30-35 Millionen Pfund einen Teil der Investition zurückholen. Für City wäre der Verkauf eines Ergänzungsspielers zu einem soliden Preis im Sinne der finanziellen Nachhaltigkeit.

  • Taktischer Kontext: Reijnders vereint Defensivarbeit und Offensivdrang. In City agierte er als Box-to-Box-Spieler, bei Simeone könnte er im 4-4-2 als zentraler Mittelfeldspieler pressen und Umschaltbewegungen einleiten.
  • Transfermarkt-Kontext: Die 46,5 Mio. Pfund galten als langfristige Investition. 30-35 Mio. wären ein Verlust, aber üblich, wenn sich ein Neuzugang nicht durchsetzt.
  • FPL-Auswirkung: Reijnders war mit einem Tor und zwei Vorlagen kein großer FPL-Faktor. Sein Abgang hätte minimale Auswirkungen, könnte aber James McAtee oder Phil Foden mehr zentrale Minuten bescheren.
  • Titelrennen: Der Verkauf eines Bankdrückers schwächt die Startelf nicht, aber die Kaderbreite. Da Liverpool und Arsenal sich verstärken, braucht Guardiola alle Optionen.

Wie geht es weiter?

Atletico Madrid will sein Interesse im Januar oder nächsten Sommer konkretisieren. Bei City hängt die Entscheidung davon ab, ob Guardiola langfristig auf Reijnders setzt oder ihn lieber abgibt. Auch der Spieler selbst will mehr Minuten. Wenn ein passendes Angebot kommt, ist ein Wechsel immer wahrscheinlicher – ein kurzes, enttäuschendes Kapitel in Manchester.

Kategorien: Transfergerüchte | LA Premier League Home