Arsenal und Liverpool im Rennen um Bradley Barcola

Arsenal und Liverpool bereiten offenbar ein Duell um Paris Saint-Germains Flügelstürmer Bradley Barcola vor. Wie L'Equipe berichtet, hat die Haltung des französischen Klubs die Tür für Premier-League-Interessen geöffnet. Der 21-Jährige wird mit rund 60 Millionen Pfund bewertet.

Hintergrund: PSGs neue Strategie

Barcola wechselte im Sommer 2023 für 45 Millionen Euro von Lyon zu PSG. Nach einer vielversprechenden ersten Saison mit fünf Toren und neun Vorlagen in allen Wettbewerben schwankte seine Rolle unter Luis Enrique. L'Equipe zufolge ist PSG nun bereit, Angebote zu prüfen, da man andere offensive Ziele priorisiert.

Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl Arsenal als auch Liverpool ihre Außenpositionen verstärken wollen. Arsenal beobachtet seit langem junge, vielseitige Angreifer, während Liverpool die Zeit nach Mohamed Salah plant, dessen Vertrag 2025 ausläuft.

Taktischer Kontext und Auswirkungen

Barcola, vorrangig Linksaußen, besticht durch Tempo und Dribbelstärke. Bei Arsenal könnte er Gabriel Martinelli und Leandro Trossard entlasten und als direkter Läufer die Abwehrreihen strecken. Mikel Artetas System verlangt flexible Außenbahnen – eine Herausforderung für den Youngster.

Bei Liverpool könnte Barcola unter Arne Slot die linke Seite übernehmen, der von seinen Flügelspielern hohes Pressing und Überzahl-Situationen fordert. Mit Luis Díaz und Cody Gakpo ist die Konkurrenz groß, doch Barcolas junges Alter passt in die langfristige Strategie der Reds.

Transfermarkt-Kontext

Die 60-Millionen-Pfund-Bewertung reiht Barcola unter die hochtalentierten jungen Flügelspieler ein. Verglichen mit jüngsten Premier-League-Transfers wie Antony (86 Mio.) oder Mykhailo Mudryk (89 Mio.) wirkt seine Ablöse moderat, bedenkt man seine PSG-Erfahrung und sein internationales Potenzial. Dennoch zögern Arsenal und Liverpool bei überhöhten Summen.

  • Arsenal gab 2023 65 Mio. für Kai Havertz und 105 Mio. für Declan Rice aus.
  • Liverpool agierte am Markt geduldig und wartete 2023 auf Dominik Szoboszlai (60 Mio. Ausstiegsklausel).
  • Kein Klub hat dringenden Bedarf an einem Stammspieler, Barcola müsste sich zunächst beweisen.

Fantasy Premier League: Barcola als Schnäppchen?

Barcola ist derzeit nicht im FPL (PSG-Spieler). Bei Arsenal oder Liverpool wäre er eine Budget-Option. Bei Arsenal käme er in Konkurrenz zu Martinelli (7,0 Mio.) und Bukayo Saka (10,0 Mio.), bei Liverpool zu Díaz (7,5 Mio.) und Salah (12,5 Mio.). Barcola könnte für 6,5–7,0 Mio. starten – ein interessanter Differenzialspieler, wenn er Spielzeit bekommt.

Wie geht es weiter?

L'Equipe zufolge könnten im Januar erste Angebote eingehen. Arsenals Scouting-Abteilung ist für gründliche Prüfungen bekannt, Liverpools neuer Sportdirektor Richard Hughes prüft die Passgenauigkeit. Entscheidend könnte sein, wer mehr Einsatzzeit garantieren kann. Aufgrund der englischen Europapokal-Verpflichtungen könnte Arsenal die Nase vorn haben. Liverpools Tradition, Flügelspieler zu entwickeln, spricht aber ebenfalls für die Reds. Es bleibt spannend.

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