Arsenal plant Sommer-Transfers von Morgan Rogers und Junior Kroupi

Frischgebackener Meister der Premier League: Arsenal schmiedet bereits ambitionierte Transferpläne für den Sommer. Laut Sami Mokbel, Chef-Fußballkorrespondent, haben die Gunners Aston Villas Mittelfeldspieler Morgan Rogers und FC Lorient Stürmer Junior Kroupi ins Visier genommen.

Beide Spieler sind unterschiedliche Typen, haben aber eines gemeinsam: Sie passen in Arsenals langfristige Strategie, junge Talente mit großem Potenzial zu verpflichten und unter Mikel Arteta zu entwickeln. Der Bericht des Athletic kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verein auch an einem neuen Vertrag für seinen Trainer arbeitet.

Morgan Rogers: Vielseitige Offensivkraft

Der 22-jährige Rogers hatte eine herausragende Saison bei Aston Villa mit vier Toren und drei Vorlagen in der Premier League. Dank seiner Vielseitigkeit – er kann als Linksaußen, Zehner oder falscher Neuner spielen – bietet er Arteta taktische Flexibilität. Auf der linken Seite rotierten bei Arsenal Gabriel Martinelli, Leandro Trossard und Gabriel Jesus. Rogers würde Konkurrenz und Backup bringen und das Durchschnittsalter der Offensive senken.

Laut Daten der Saison 2024/25 gehört Rogers zu den besten 15 % der Premier-League-Flügelspieler bei Dribblings (2,1 pro 90 Minuten) und Torchancen aus dem Spiel heraus (1,8 pro 90). Seine Fähigkeit, den Ball aus dem Mittelfeld nach vorne zu treiben, könnte auch die Kreativlast von Martin Ødegaard verringern. Allerdings ist Aston Villa nicht verkaufswillig, und Arsenal müsste wohl über 40 Millionen Pfund bieten, um ihn von Villa Park loszueisen.

Junior Kroupi: Lorient‘s teenage Torjäger

Kroupi, erst 18, ist eine der Entdeckungen der Ligue 1. Der Mittelstürmer erzielte für das Mittelfeldteam Lorient zwölf Ligatore und bereitete vier vor. Mit 1,85 m Körpergröße vereint er körperliches Spiel mit klugen Läufen in den Strafraum – ein Profil, das Arsenal in der Stürmerrotation fehlt. Eddie Nketiah kam nicht regelmäßig zum Zug, Kai Havertz‘ Vielseitigkeit führt oft dazu, dass er tiefer eingesetzt wird.

Kroupis Torabschluss-Effizienz von 22 % ist eine der besten in den Top-5-Ligen Europas für U21-Spieler. Lorient soll eine Ablöse um die 30 Millionen Euro fordern – ein Schnäppchen nach Premier-League-Maßstäben. Der Status als französischer Jugendnationalspieler treibt den Preis, aber Arsenals Scouting unter Edu hat in der Ligue 1 eine gute Bilanz – William Saliba von Saint-Étienne ist das beste Beispiel.

Titelgewinn verändert Transferprioritäten

Der erste Meistertitel seit der Invincibles-Ära ändert Arsenals Marktstrategie grundlegend. Die Champions-League-Qualifikation ist gesichert, der finanzielle Schub – geschätzte 150 Millionen Pfund an Prämien und Werbeeinnahmen – erlaubt mehrere Großtransfers. Der Verein muss nicht mehr verkaufen, um zu kaufen – ein Luxus, den es in früheren Fenstern nicht gab.

Trotzdem muss Arsenal die Financial-Fairplay-Regeln beachten. Die Ausgaben für Declan Rice, Kai Havertz und Jurriën Timber lagen im letzten Sommer bei über 200 Millionen Pfund. Weitere Ausgaben erfordern Spielerverkäufe. Emile Smith Rowe, Reiss Nelson und Jakub Kiwior könnten abgegeben werden, um Geld zu beschaffen.

Artetas neuer Vertrag: Zeichen der Stabilität

Neben Zugängen arbeitet Arsenal an einem neuen Langzeitvertrag für Mikel Arteta. Der Vertrag des Spaniers läuft noch bis 2026, aber die Vereinsführung um Josh Kroenke sieht ihn als Architekten des Erfolgs. Arteta hat Arsenal von einem Europa-League-Klub zum Meister geformt und eine klare taktische Identität mit hohem Pressing, geduldigem Aufbau und aggressivem Gegenpressing etabliert.

Sein neuer Vertrag soll ihn zu einem der bestbezahlten Trainer der Liga machen – eine Anerkennung seiner Bedeutung. Es wäre auch ein starkes Signal an mögliche Transferspieler: Arteta bleibt, das Projekt hat eine langfristige Perspektive.

Auswirkungen auf FPL

Für Fantasy-Premier-League-Manager: Rogers und Kroupi kosten derzeit unter 6,0 Millionen Pfund. Wechseln sie zu Arsenal, würde ihre Beliebtheit aufgrund der günstigen Spielplan und starken Offensivleistung sprunghaft steigen. In der letzten Saison erzielte Arsenal 88 Tore – nur Manchester City war besser – und erspielte sich die meisten Großchancen (97). Artetas Team erzielte im Emirates durchschnittlich 2,2 Tore pro Spiel – eine Zahl, die sich mit einem Vollstrecker wie Kroupi verbessern könnte.

Besonders Rogers hat Differenzialpotenzial, wenn er sich auf der linken Seite festspielt. Arsenals Auftaktprogramm 2025/26 ist voraussichtlich günstig, mit nur zwei Top-6-Gegnern in den ersten sechs Spieltagen. Aber Manager sollten die Vorbereitung abwarten, beide bräuchten Einarbeitungszeit.

Wie geht es weiter für Arsenal?

Das Transferfenster öffnet offiziell am 10. Juni, aber Arsenal wird die Gespräche bereits im Mai intensivieren. Nach dem krönenden Titel gilt es, die Dominanz zu erhalten – das erfordert Tiefe und Weiterentwicklung. Mit Rogers und Kroupi hätte Arteta vier Stürmer unter 23 Jahren (neben Martinelli und Bukayo Saka), die in den kommenden Jahren für Schrecken sorgen könnten.

Konkurrenz von Manchester City und Chelsea könnte die Verhandlungen erschweren, aber Arsenals Status als Meister gibt ihnen enorme Anziehungskraft. Gelingen beide Transfers und die Vertragsverlängerung von Arteta, geht Arsenal als klarer Favorit in die Saison 2025/26.

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