Liverpool und Arsenal im Rennen um PSG-Flügelspieler Bradley Barcola

Liverpool und Arsenal liefern sich offenbar ein Duell um die Verpflichtung von Paris Saint-Germains Offensivtalent Bradley Barcola. Der 22-jährige französische Nationalspieler hat in der Ligue 1 überzeugt und das Interesse zweier Premier-League-Schwergewichte geweckt.

PSG-Position und Transferblockade

PSG zeigt sich grundsätzlich offen für Angebote, doch die Ablöseforderung bleibt ein Knackpunkt. Die Franzosen verlangen angeblich rund 50 Millionen Euro – eine Summe, die bislang nicht geboten wurde. Arsenal, das bereits viel in Offensivkräfte investiert hat, müsste wohl erst Spieler abgeben, um den Transfer zu stemmen. Liverpool hingegen durchleuchtet seine Offensive angesichts der ungewissen Zukunft von Luis Díaz und Cody Gakpo.

Die Blockade liegt auch an Barcolas Vertragssituation: Bei seinem Wechsel 2023 von Lyon nach Paris unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag, was PSG eine starke Verhandlungsposition verschafft. Da der Spieler aber regelmäßige Einsatzzeit sucht, ist ein Abgang im Sommer denkbar.

Taktische Passform für Liverpool und Arsenal

Barcola, gelernter Linksaußen, besticht durch Tempo und Dribbelstärke – Eigenschaften, die in die Systeme von Mikel Arteta und Arne Slot passen. Bei Arsenal könnte er Gabriel Martinelli Konkurrenz machen, der in dieser Saison etwas schwächelte. Bei Liverpool wäre er eine Alternative zu Díaz und Diogo Jota und würde die Tiefe im Kader für die Strapazen von Premier League und Champions League erhöhen.

Statistisch gesehen kommt Barcola in der laufenden Ligue-1-Saison auf fünf Tore und acht Vorlagen, bei durchschnittlich 2,1 erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten – ein Wert, der ihn unter den besten zehn Prozent der Flügelstürmer in Europas Top-Ligen platziert. Seine Fähigkeit, auf beiden Seiten zu spielen, macht ihn taktisch flexibel.

Transfermarkt-Kontext

Die kolportierten 50 Millionen Euro würden Barcola zu einem der teuersten französischen Exporte der letzten Fenster machen, vergleichbar mit Randal Kolo Muani (75 Mio. zu PSG). Für Arsenal wäre es ein erhebliches Investment für einen Spieler, der nicht sofort in der Startelf stehen würde. Liverpool hingegen hat unter Sportdirektor Richard Hughes bereits Bereitschaft gezeigt, in junge Talente zu investieren – wie der 60-Millionen-Deal für Darwin Núñez zeigt.

Fantasy-Premier-League-Manager sollten beachten: Barcola würde bei einem Wechsel wahrscheinlich bei 7,0–8,0 Millionen Pfund liegen – eine Option fürs Mittelfeld mit Potenzial für regelmäßige Einsätze, besonders wenn er aktuelle Stammkräfte verdrängt.

Wie geht es weiter mit Barcola und den Premier-League-Giganten?

Da das Sommer-Transferfenster näher rückt, müssen sowohl Liverpool als auch Arsenal interne Kaderfragen klären, bevor sie Angebote einreichen. PSGs Haltung wird sich verhärten, falls die Champions-League-Qualifikation gesichert ist; ein Scheitern in Europa könnte jedoch einen Verkauf beschleunigen. Für Barcola wäre der Wechsel in die Premier League die Chance, sich in der weltweit stärksten Liga zu beweisen – und sowohl an der Mersey als auch im Norden Londons wartet man gespannt.

Eingeordnet unter: Transfer-News | LA Premier League