Tottenham konkretisiert Interesse an Savinho
Der Tottenham Hotspur bereitet offenbar ein formelles Angebot für Manchester Citys Stürmer Savinho vor. Wie englische Medien berichten, ist der 20-jährige Brasilianer wechselwillig und würde gern nach Nordlondon gehen, wo Trainer Ange Postecoglou seine Offensive verstärken möchte.
Die Ablösesumme soll um die 30 Millionen Pfund liegen, ein offizielles Angebot steht aber noch aus. Savinho war im Sommer von Girona zu City gewechselt, kommt bei Pep Guardiola aber nur selten zum Zug.
Warum Savinho in Postecoglous System passt
Postecoglou setzt bei Tottenham auf Außenstürmer, die Eins-gegen-Eins-Situationen suchen und Flanken schlagen können. Savinho ist gelernter Rechtsaußen, kann aber auch links spielen und bringt Tempo, Dribbelstärke und Kreativität mit.
In seinen Kurzeinsätzen für City zeigte der Brasilianer immer wieder seine technischen Fähigkeiten. Bisher absolvierte er sieben Pflichtspiele, in der Premier League stand er noch nie über 90 Minuten auf dem Platz. Seine Offensivwerte pro 90 Minuten können sich aber mit anderen jungen Flügelspielern in Europas Top-Ligen messen – besonders bei Dribblings und Ballvorstößen.
Bei Tottenham stehen aktuell Dejan Kulusevski, Brennan Johnson und Timo Werner auf den Flügeln zur Verfügung. Savinho würde mehr Tiefe bringen und eine andere Spielweise – ein natürlicher Dribbler, der Abwehrreihen auseinanderziehen kann. Sein Wechsel könnte es Kulusevski ermöglichen, gelegentlich zentraler zu agieren, was mehr taktische Flexibilität schafft.
Transfermarkt-Kontext
Eine Ablöse von 30 Millionen Pfund für einen Spieler, der noch nicht zum Stammpersonal bei City zählt, ist ein gewisses Risiko. Allerdings hat Tottenham unter Postecoglou zuletzt vermehrt auf junge Talente mit Wiederverkaufswert gesetzt – wie Archie Gray oder Lucas Bergvall.
Zum Vergleich: In den letzten Transferfenstern bewegten sich ähnliche Transfers von vielversprechenden, aber noch unerfahrenen Angreifern zwischen 25 und 40 Millionen Pfund. Sollte Savinho sein Potenzial abrufen, könnte sich der Deal als clever erweisen.
Manchester City wiederum könnte durchaus verkaufen, da der Kader tief besetzt ist und der Spieler regelmäßige Einsatzzeiten sucht. Guardiola hat in der Vergangenheit oft Reservisten ziehen lassen, wenn sie mehr Spielpraxis wollten – wie etwa Cole Palmer, der im Sommer zum FC Chelsea wechselte.
Auswirkungen auf Tottenhams Startelf und FPL
Für Fantasy-Premier-League-Manager wäre Savinho zunächst ein Rotationsrisiko. Er würde wahrscheinlich mit Johnson und Werner um den Platz auf dem rechten Flügel konkurrieren. Bei einem geschätzten Preis von rund 6,0 Millionen Pfund hinge sein Wert von regelmäßigen Einsatzminuten ab.
Tottenhams kommende Spiele sind durchaus verlockend: In den nächsten vier Spieltagen geht es gegen Crystal Palace, Aston Villa und Wolves. Falls Savinho sich schnell anpasst und regelmäßig spielt, könnte er ein interessanter Differenzialspieler werden.
- Möglicher FPL-Preis: 6,0 Mio. £
- Besitz bei Verpflichtung: wohl gering anfangs
- Nächste fünf Spiele: Crystal Palace (A), Aston Villa (H), Wolves (A), Newcastle (H), West Ham (A)
Taktisch könnte Savinhos direkter Stil Tottenhams Chancenkreation verbessern. Die Spurs belegen Platz fünf in der Liga bei den erwarteten Toren, aber die Verwertung der Chancen ist wechselhaft. Ein Dribbler, der Gegner auf sich zieht, könnte Räume für Son Heung-min und James Maddison schaffen.
Wie geht es weiter für Tottenham und Savinho?
Das Transferfenster im Januar öffnet bald – Tottenham wird das Interesse in den kommenden Wochen konkretisieren. Verhandlungen mit Manchester City könnten unkompliziert verlaufen, wenn der Spieler auf einen Wechsel drängt. Allerdings gibt es wohl auch andere Premier-League-Vereine, die die Situation des Brasilianers beobachten.
Die entscheidende Frage ist: Sieht Postecoglou Savinho als sofortigen Stammspieler oder als langfristiges Projekt? Angesichts des Bedarfs an Optionen auf den Flügeln und dem Wunsch des Spielers nach mehr Einsatzzeit wäre der Deal für beide Seiten vorteilhaft. Tottenham will eine Einigung früh im Januar erzielen, um einen Bieterkampf zu vermeiden.
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