Nottingham Forest bestätigt Oliver Glasner als neuen Cheftrainer

Nottingham Forest hat den Österreicher Oliver Glasner offiziell als neuen Cheftrainer vorgestellt. Der 50-Jährige soll die Mannschaft durch den Rest der Premier-League-Saison und darüber hinaus führen. Die Bestätigung folgt auf erste Berichte, die Glasner mit dem City Ground in Verbindung gebracht hatten.

Wer ist Oliver Glasner?

Glasner kommt mit dem Ruf eines strukturierten, pressenden Fußballs. In der Bundesliga trainierte er den VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt. Mit Frankfurt erreichte er 2022 das Europa-League-Finale. Seine Frankfurter Mannschaft zeichnete sich durch aggressives Gegenpressing und vertikale Umschaltbewegungen aus.

In Wolfsburg führte er den VfL zu zwei Top-Sieben-Platzierungen, darunter Rang vier 2020/21. Seine Teams agieren meist im 3-4-2-1 oder 3-4-3-System mit Fokus auf defensive Stabilität und schnelle Angriffe über die Flügel.

Was Glasner zu Nottingham Forest mitbringt

Seit dem Aufstieg 2022 kämpft Forest um Konstanz und hat mehrere Trainer verschlissen. Glasners Verpflichtung zeigt den Wunsch nach einem festen taktischen System statt kurzfristiger Brandbekämpfung. Seine Vorliebe für eine Dreierkette kommt dem Kader entgegen, der über mehrere Innenverteidiger verfügt, die in dieser Formation spielen können.

Zu den wichtigsten taktischen Prinzipien, die Glasner einführen dürfte, gehören:

  • Hohes Anlaufen, besonders nach Ballverlusten
  • Schnelle vertikale Pässe, um gegnerische Linien zu durchbrechen
  • Aufrückende Außenverteidiger zur Unterstützung der Angriffe
  • Zentrale Mittelfeldspieler, die Räume abdecken und aggressiv pressen

Forests Defensivbilanz ist alarmierend: 50 Gegentore in 28 Spielen – eine der schlechtesten der Liga. Glasners organisierter Ansatz könnte hier sofort für Besserung sorgen.

Auswirkungen auf die Saison und den Kader

Forest steht auf Platz 17, punktgleich mit dem 18. Luton, hat aber ein Spiel weniger. Das kurzfristige Ziel heißt Klassenerhalt. Glasners Erfahrung mit Abstiegskämpfen beim VfL Wolfsburg – dieser stand vor seiner Ankunft auf Rang 17 und verbesserte sich in seiner ersten vollen Saison auf Platz 7 – könnte sich als wertvoll erweisen.

Für Fantasy-Premier-League-Manager besteht Potenzial für mehr Zu-Null-Spiele, was Forest-Verteidiger wie Murillo und Neco Williams attraktiver macht – auch wenn die Aufgaben schwer sind. Offensivakteure wie Morgan Gibbs-White und Callum Hudson-Odoi könnten von Glasners Fokus auf schnelle Umschaltbewegungen profitieren, brauchen aber eventuell Eingewöhnungszeit.

Wie geht es weiter für Forest?

Glasners erstes Spiel als Cheftrainer ist am Samstag gegen Aston Villa. Danach warten vier Partien gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte – wenig Spielraum für Fehler. Der Vorstand erwartet eine sofortige Defensivverbesserung und bis Monatsende eine klare taktische Handschrift. Gelingt Glasner die Rettung, kann er im Sommer den Kader nach seinen Vorstellungen umbauen.

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