Hull City sichert sich Wembley-Rückkehr mit dominanter Vorstellung

Hull City hat sich mit einem souveränen 2:0-Sieg bei Millwall im Rückspiel des Championship-Play-Off-Halbfinals das Ticket für das Finale in Wembley gesichert. Die Tigers, die bereits das Hinspiel 1:0 gewonnen hatten, setzten sich dank Treffern von Ozan Tufan und Liam Delap mit 3:1 in der Summe durch.

Erste-Hälfte-Druck in Tore umgemünzt

Hull dominierte die ersten 45 Minuten, presste hoch und zwang Millwall zu Fehlern. Ozan Tufan brach in der 23. Minute den Bann, als er eine abgefälschte Flanke zum 1:0 einschob. Liam Delap legte kurz vor der Pause nach, als er einen schlechten Abstoß von Millwall-Torwart Matija Sarkic ausnutzte.

Millwall tat sich schwer, klare Chancen zu erarbeiten und brachte in der ersten Hälfte keinen Schuss aufs Tor. Die direkte Spielweise der Lions wurde durch Hulls organisierte Abwehr um Jacob Greaves neutralisiert, der sechs Luftzweikämpfe gewann und vier Klärungen verzeichnete.

Zweite Hälfte: Millwalls Frustration wächst

Nach der Pause drängten die Hausherren nach vorne, blieben aber harmlos. Zian Flemming zwang Hull-Keeper Ryan Allsop zu einer Parade, doch das war die beste Chance. Hulls Kontergefahr hielt Millwall in Schach, allen voran Delap und Adama Traore.

  • Ballbesitz: Millwall 48% - 52% Hull
  • Schüsse aufs Tor: Millwall 1 - 4 Hull
  • Expected Goals (xG): Millwall 0,8 - 1,6 Hull

Hulls defensive Disziplin war der Schlüssel. In beiden Partien ließen sie nur einen Torschuss zu und zeigten damit die Fortschritte unter Liam Rosenior. Die Tigers haben nun fünf Zu-Null-Spiele in den letzten acht Partien gehalten.

Play-Off-Finale wartet – taktisches Duell voraus

Hull trifft im Finale am 26. Mai in Wembley entweder auf Southampton oder West Brom. Ihr Gegenpressing und ihre Effizienz bei Standardsituationen werden entscheidend sein. Liam Rosenior hat eine klare Identität verankert: aggressives Pressing, schnelle Umschaltmomente und Vertrauen in junge Talente wie Delap (21) und Tufan (28).

Millwall hingegen blickt auf eine inkonsistente Saison zurück. Gary Rowetts Team wurde Achter mit vier Punkten Rückstand auf die Play-offs. Die Unfähigkeit, in wichtigen Momenten zu liefern, wurde zum Verhängnis. Der Klub muss sich für die kommende Saison neu formieren.

Hulls Erfolg ist bemerkenswert, nachdem sie letzte Saison nur 14. wurden. Sie haben sieben ihrer letzten zehn Auswärtsspiele gewonnen – eine gute Voraussetzung für das Wembley-Finale.

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