James McAtee: Schwierige Leihe bei Forest – was nun?

James McAtees Leihe zu Nottingham Forest in der vergangenen Saison verlief nicht wie erhofft. Das Manchester-City-Eigengewächs kam nur selten zum Einsatz und konnte sich in Steve Coopers Elf nicht etablieren. Nun, da Elliot Anderson offenbar ein City-Ziel ist, stellt sich die Frage nach McAtees nächstem Schritt.

McAtees Saison in Zahlen: Nur eine Nebenrolle am City Ground

In der Saison 2023/24 bestritt McAtee lediglich 11 Premier-League-Spiele für Forest und sammelte magere 267 Minuten Spielzeit. Er steuerte einen Assist bei, blieb aber ohne Tor. Mit durchschnittlich 24 Minuten pro Einsatz wurde deutlich, dass er nie volles Vertrauen in der Startelf genoss. Forest kämpfte gegen den Abstieg, und Cooper setzte lieber auf erfahrene Kräfte als auf junge Talente.

McAtees Einsätze beschränkten sich meist auf Pokalspiele und Kurzeinsätze in der Liga. Sein einziger Startelfeinsatz in der Premier League erfolgte bei der 1:3-Niederlage gegen Brighton im April, wo er 69 Minuten spielte. Diese Partie zeigte sowohl sein Potenzial als auch seine Unerfahrenheit: Er kam auf 87 % Passquote, aber null Torschüsse oder Schlüsselpässe.

Taktische Probleme: Warum McAtee bei Forest nicht Fuß fasste

Forrests System unter Cooper basierte auf defensiver Stabilität und schnellem Konterangriff. Meist spielte man im 4-3-3 oder 4-2-3-1 und verlangte disziplinierte Mittelfeldarbeit. McAtee, eigentlich offensiver Mittelfeldspieler oder Außenstürmer, fand sich in Konkurrenz zu körperlich stärkeren, defensiv ausgerichteten Spielern wie Ryan Yates und Danilo wieder. Sein zierlicher Körperbau und seine Vorliebe für kreative Zentralbereiche passten nicht zu Forests Bedarf an kampfstarken Mittelfeldspielern, die die Abwehr abschirmen.

Bei Manchester City gilt McAtee als potenzieller Nachfolger von Kevin De Bruyne als kreativer Kopf. Seine Entwicklung erfordert jedoch regelmäßige Spielzeit in einem ballbesitzorientierten System – was Guardiola ihm bieten könnte, aber angesichts des überfüllten City-Kaders unwahrscheinlich ist. Falls Anderson zu City wechselt, könnte das den Weg für McAtee bei Nottingham Forest oder einem anderen Klub ebnen.

Der Elliot-Anderson-Faktor: Wie er McAtee beeinflusst

Elliot Anderson, ein vielseitiger Newcastle-Mittelfeldspieler, wird diesen Sommer mit Manchester City in Verbindung gebracht. Der Athletic berichtete, dass City eine Offerte über rund 30 Millionen Pfund für den 21-Jährigen erwägt. Sollte der Transfer zustande kommen, könnte Forest – wo Anderson 2022/23 schon auf Leihbasis spielte – erneut Interesse an McAtee zeigen. Doch aufgrund von McAtees enttäuschender Leihe dürfte Forest vorsichtig sein.

Alternativ könnte McAtee als Teil eines Tauschgeschäfts für Anderson dienen. City schätzt McAtee hoch ein, aber seine fehlende Erfahrung drückt den Marktwert. Eine Leihe oder ein Verkauf sind möglich, falls Guardiola entscheidet, dass der Youngster noch eine weitere Saison anderswo braucht.

Drei Szenarien für McAtees Zukunft

  • Erneute Leihe in die Championship: Nach dem schweren Premier-League-Jahr könnte der Schritt nach unten McAtees Selbstvertrauen stärken. Klubs wie Sheffield United oder Middlesbrough, die auf Ballbesitz setzen, wären ideal.
  • Premier-League-Leihe zu einem unteren Tabellenteam: Vereine wie Burnley oder Luton Town, die kreative Mittelfeldspieler suchen, könnten McAtees technische Fähigkeiten nutzen. Sie müssten aber Einsatzgarantien geben.
  • Integration bei Manchester City: Falls City Anderson nicht verpflichtet, könnte McAtee im Kader bleiben und im Pokal zum Zug kommen. Doch mit Phil Foden, Bernardo Silva und Cole Palmer vor ihm wären die Einsatzzeiten minimal.

FPL-Kontext: McAtee bleibt ein Spekulationskauf

In der Fantasy Premier League (FPL) ist McAtee für 4,5 Millionen gelistet – der Mindestpreis für Mittelfeldspieler. Nur 0,2 % der Manager hatten ihn in der letzten Saison im Team. Sollte er einen Stammplatz in einem passenden System ergattern, könnte sein Preis steigen. Bis dahin bleibt er ein tiefer Budgetspieler ohne garantierte Minuten. FPL-Manager sollten ihn meiden, solange kein Wechsel klar ist.

Fazit: McAtees Karriere am Scheideweg

James McAtee ist ein Paradebeispiel für ein junges Talent, das zwischen den hohen Ansprüchen eines Topklubs und der mangelnden Geduld eines kleineren Vereins steckt. Die Anderson-City-Connection verkompliziert seine Zukunft zusätzlich. Ob er bei City bleibt, zu Forest zurückkehrt oder einen neuen Verein sucht – der nächste Schritt wird seine Karriere prägen. Eine erfolgreiche Leihe zu einem Klub, der auf technisches Spiel setzt, könnte ihn wieder auf die Überholspur bringen. McAtee wartet ab – und die Fußballwelt schaut zu.

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