McKenna verlässt Ipswich für persönliche Auszeit
Kieran McKenna ist als Cheftrainer von Ipswich Town zurückgetreten und nimmt eine befristete Auszeit vom Fußball. Der 38-jährige Nordire informierte den Klub Anfang der Woche über seine Entscheidung und beendet damit seine äußerst erfolgreiche Amtszeit an der Portman Road abrupt.
McKennas Abgang kommt nur wenige Wochen, nachdem er Ipswich erstmals seit 22 Jahren wieder in die Premier League geführt hatte. Der Klub sicherte sich den zweiten Platz in der Championship und damit den direkten Aufstieg hinter Leicester City.
Bemerkenswerter Aufstieg von der League One in die Premier League
McKenna übernahm Ipswich im Dezember 2021, als der Klub noch in der League One dümpelte. In zweieinhalb Jahren gelang ihm eine atemberaubende Transformation: In 122 Spielen feierte er 74 Siege.
In seiner ersten vollen Saison 2022/23 wurde Ipswich mit 96 Punkten Vizemeister in der League One und stieg in die Championship auf. In der Folgesaison übertrafen sie alle Erwartungen, wurden erneut Vizemeister und schafften den Durchmarsch.
Ipswich sammelte in der Championship-Saison 2023/24 96 Punkte – nur sechs weniger als Meister Leicester. Mit 92 Toren erzielte die Mannschaft unter McKennas offensiver Spielweise die zweitmeisten Tore der Liga.
Auswirkungen auf Ipswichs Premier-League-Vorbereitungen
Der Zeitpunkt von McKennas Abschied stellt Ipswich vor große Herausforderungen bei den Vorbereitungen auf die Premier League. Die Saisonvorbereitung beginnt in weniger als einem Monat, und der Klub muss nun einen Nachfolger finden, der den Schwung mitnehmen kann.
Zu den Hauptaufgaben des neuen Trainers gehören die Integration von Neuzugängen, die Etablierung eines Premier-League-tauglichen Systems und das Halten von Leistungsträgern, die bei Erstligisten begehrt sind.
Ipswichs Transferstrategie unter McKenna fokussierte sich auf junge Talente aus unteren Ligen wie Omari Hutchinson, George Hirst und Cameron Burgess. Der neue Trainer muss entscheiden, ob er diesen Weg fortsetzt oder auf erfahrenere Spieler setzt.
McKennas Zukunft
McKenna wurde in den letzten Monaten immer wieder mit vakanten Trainerposten in der Premier League in Verbindung gebracht, darunter Brighton & Hove Albion und Crystal Palace. Seine Entscheidung, eine Auszeit zu nehmen, deutet jedoch darauf hin, dass er eine Pause priorisiert.
Sollte er eine längere Auszeit nehmen, könnte er später in der Saison ein Top-Kandidat für Spitzenjobs werden, insbesondere wenn Vereine ihre Trainer entlassen.
Für den Moment muss Ipswich ohne den Architekten ihres Aufschwungs weitermachen. Klubchef Mark Ashton leitet die Trainersuche; zu den Favoriten zählen der ehemalige West-Ham-Coach David Moyes und Ex-Nottingham-Forest-Trainer Steve Cooper.
- McKenna verlässt Ipswich nach 2,5 Jahren, 122 Spielen und zwei Aufstiegen.
- Ipswich spielt erstmals seit 2002 wieder in der Premier League.
- Die Saisonvorbereitung beginnt mit Testspielen gegen Cambridge United und RB Leipzig.
Ipswichs nächste Schritte ohne McKenna
Ipswich muss innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen einen neuen Trainer präsentieren, um Stabilität vor dem Trainingsauftakt zu schaffen. Zudem müssen die Transferplanungen beschleunigt werden, da der Kader erheblich verstärkt werden muss, um in der Premier League bestehen zu können.
Die Klubführung hat bereits Kandidaten für mehrere Positionen identifiziert, darunter Torwart, Innenverteidiger und offensiver Mittelfeldspieler. Der neue Trainer hat das letzte Wort bei Transfers, aber die Scoutingabteilung arbeitet parallel zur Trainersuche an Deals weiter.
McKennas Vermächtnis in Ipswich steht bereits fest: Er holte einen Drittligisten zurück in die Premier League. Sein Nachfolger soll nun dafür sorgen, dass der Klub die Klasse hält.
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