Inter steigt in den Poker um Camavinga ein – Zukunft bei Real ungewiss

Inter Mailand hat sich laut Medienberichten ins Rennen um Real-Madrid-Mittelfeldspieler Eduardo Camavinga eingeschaltet. Die Zukunft des französischen Nationalspielers im Santiago Bernabéu ist zunehmend ungewiss, da Real Madrid einen schwierigen Sommer mit harten Entscheidungen vor sich hat.

Camavinga, der 2021 von Rennes zu Real wechselte, hatte in dieser Saison mit Verletzungen zu kämpfen, was seine Einsatzzeit einschränkte. Der 22-Jährige kam in 28 Pflichtspielen zum Einsatz, startete jedoch nur 15-mal in der La Liga. Die immer wiederkehrenden körperlichen Probleme verhinderten, dass er sich bei Carlo Ancelotti dauerhaft durchsetzen konnte.

Inter sieht in Camavinga eine mögliche langfristige Verstärkung für das Mittelfeld. Die Nerazzurri haben einen guten Ruf darin, Spieler wieder in Form zu bringen, die bei Top-Klubs ins Stocken geraten waren – wie Henrikh Mkhitaryan und Hakan Calhanoglu, die unter Simone Inzaghi aufblühten.

Hintergrund: Camavingas Rolle bei Real Madrid

Camavinga galt bei seiner Ankunft als eines der vielversprechendsten Mittelfeldtalente Europas. Seine Dynamik, seine Fähigkeit, Bälle zu tragen, und seine defensive Aggressivität machten ihn in der Saison 2022/23 zu einer wichtigen Rotationsoption, als Real den Copa del Rey gewann und das Champions-League-Halbfinale erreichte. Diese Spielzeit wurde jedoch von einer Reihe kleinerer Verletzungen überschattet, darunter Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur und dem Knie, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzten.

In der La Liga kommt Camavinga auf durchschnittlich 1,8 Tacklings und 1,2 Interceptions pro 90 Minuten – Ausdruck seines zweikampfstarken Stils. Allerdings sank seine Passquote von 90 % in der Vorsaison auf 87 %, und er verbuchte nur eine Vorlage. Da mit Jude Bellingham, Federico Valverde, Aurélien Tchouaméni und Camavinga selbst viele Mittelfeldspieler um Einsatzzeit kämpfen, könnte Real Madrid durch einen Verkauf die Kasse aufbessern.

Inters Interesse ist eine Kampfansage aus der Serie A. Der italienische Meister hat zwar ein starkes Mittelfeld, aber nach dem Abgang von Marcelo Brozovic fehlt ein echter Balleroberer – genau das Profil, das Camavinga mitbringt.

Analyse: Was Camavinga Inter bringen würde

Inter-Trainer Simone Inzaghi setzt meist auf ein 3-5-2 mit zwei zentralen Mittelfeldspielern, die sowohl defensiv absichern als auch nach vorne gehen sollen. Camavingas Energie und seine Fähigkeit, die Linien zu durchbrechen, würden den kreativeren Hakan Calhanoglu oder den erfahrenen Henrikh Mkhitaryan ergänzen. Seine Anwesenheit würde es Nicolò Barella ermöglichen, öfter nach vorne zu gehen.

  • Taktische Passform: Camavinga kann sowohl als tiefer Spielmacher als auch als Box-to-Box-Spieler agieren – eine Vielseitigkeit, die Inzaghi schätzt.
  • Auswirkung auf FPL: Sollte Camavinga zu Inter wechseln, läge sein Preis in der Fantasy Premier League (falls in der Serie A) wahrscheinlich bei etwa 5,5–6,0 Mio. £. Allerdings sollten FPL-Manager seine Verletzungsakte beachten – er verpasste acht Spiele in dieser Saison.
  • Meisterschaftskampf: Inter führt die Serie A mit neun Punkten Vorsprung auf Juventus an. Camavinga würde den Kader für die Champions League verstärken und die nationale Dominanz sichern.

Für Real Madrid würde ein Verkauf von Camavinga Geld und einen Nicht-EU-Platz freimachen. Denkbar ist eine Rückkaufklausel, wie Real sie oft einbaut, um sich eine spätere Verpflichtung zu sichern.

Ausblick: Transfer-Wettstreit steht bevor

Inter hat Konkurrenz von mehreren Klubs, aber die Meisterschaft und die Champions-League-Teilnahme machen den Verein attraktiv. Berichten zufolge verlangt Real Madrid rund 50–60 Millionen Euro für Camavinga – eine Summe, die Inter durch Spielerverkäufe stemmen könnte. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, wenn die Verhandlungen intensiver werden. Camavinga steht noch bei Real unter Vertrag, aber Inters Interesse deutet auf einen möglichen Sommer-Abgang hin.

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