Hull City 0:0 Millwall: Play-off-Remis lässt alles offen

Das Hinspiel des Championship-Play-off-Halbfinals zwischen Hull City und Millwall endete torlos im MKM Stadium. Damit ist vor dem Rückspiel im The Den alles möglich.

Keiner Mannschaft gelang in einer engen Partie der entscheidende Treffer. Klare Torchancen waren Mangelware. Das Ergebnis bedeutet, dass die Begegnung vor dem zweiten Aufeinandertreffen perfekt ausbalanciert ist.

Defensive Stabilität im Fokus

Beide Teams kamen in starker Form in die Play-offs. Hull hatte vier seiner letzten fünf regulären Saisonspiele gewonnen, Millwall blieb in drei der letzten vier Partien ohne Gegentor.

Die Partie folgte einem erwartbaren Muster: Millwall stand tief, presste in kompakten Blöcken und lauerte auf Konter. Hull hatte mehr Ballbesitz, fand aber gegen eine gut organisierte Lions-Abwehr kaum Lücken.

Hulls beste Chance hatte Ozan Tufan in der ersten Halbzeit, als er aus dem Strafraum über das Tor schoss. Auf der Gegenseite parierte Ryan Allsop einen Kopfball von Jake Cooper nach der Pause.

Taktisches Duell und Schlüsselstatistiken

Liam Rosenior ließ Hull im 4-2-3-1-System spielen, die Außenverteidiger rückten hoch für Breite. Millwalls 3-4-1-2-Formation unterband diese Angriffe, bei Bedarf rückten die Schienenspieler in eine Fünferkette zurück.

Statistisch gesehen hatte Hull 58 % Ballbesitz und fünf Torschüsse aufs Tor, Millwall zwei. Die erwarteten Tore (xG) waren jedoch niedrig: nur 0,78 für Hull und 0,41 für Millwall – Ausdruck mangelnder Hochkaräter.

  • Hull City: 58 % Ballbesitz, 5 Schüsse aufs Tor, 4 Ecken
  • Millwall: 42 % Ballbesitz, 2 Schüsse aufs Tor, 3 Ecken
  • Weiße Westen: Hull in 3 der letzten 6 Spiele; Millwall in 4 der letzten 6

Standardsituationen waren ein entscheidender Faktor. Millwalls Cooper (1,98 m) gewann 12 Luftzweikämpfe, Hulls Alfie Jones klärte neunmal, oft bei gefährlichen Hereingaben.

Was das Ergebnis bedeutet

Das Unentschieden bringt Millwall aufgrund des Heimvorteils in eine starke Position. Die Lions verloren im The Den in dieser Saison nur drei Spiele, während Hull seit Januar nur vier Auswärtssiege holte.

Für Hull ist das ausbleibende Heimtor ein Druckmittel. Sie müssen in London unbedingt ein Gegentor vermeiden – und idealerweise selbst treffen. Nur zwei Teams zogen seit 2020 nach einem 0:0 im Hinspiel in die nächste Runde der Championship-Play-offs ein.

Fantasy-Championship-Manager sollten beachten: Hulls Ozan Tufan (5,0 % Besitz) traf in den letzten drei Auswärtsspielen und könnte im Rückspiel ein Differenzial-Tipp sein. Millwalls Tom Bradshaw (8,2 % Besitz) erzielte in den letzten sieben Heimstarts fünf Tore.

Prognose fürs Rückspiel und die Bedeutung

Das Rückspiel im The Den wird eine nervenaufreibende Angelegenheit. Millwall wird das heimische Publikum und seine körperbetonte Spielweise nutzen wollen, während Hull im Angriff Nervenstärke beweisen muss. Der Sieger trifft im Finale von Wembley auf Southampton oder West Brom.

Da der Aufstieg in die Premier League auf drei Saisons hochgerechnet rund 170 Millionen Pfund wert ist, kennen beide Klubs den Preis. Erwartet wird eine verhaltene Anfangsphase, gefolgt von wachsender Dringlichkeit im Verlauf der Partie.

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