Gordon wechselt von der Premier League nach La Liga

Newcastle United Flügelstürmer Anthony Gordon steht vor einem Wechsel zum FC Barcelona. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat sich der 24-jährige Engländer mit den Katalanen auf einen Transfer geeinigt, der noch vor dem Ende der Sommer-Transferperiode über die Bühne gehen soll. Die Ablöse soll bei rund 60 Millionen Euro liegen.

Warum Barcelona Gordon will

Hansi Flick treibt den Umbau des Kaders von Barça voran. Nach der Verpflichtung von Nico Williams zu Beginn des Sommers angelt sich der deutsche Trainer nun einen anderen Spielertypen. Der frühere Everton-Jungstar besticht durch Direktheit, Tempo und eine enorme Arbeitsrate – Eigenschaften, die Flick auf den Außenbahnen sehr schätzt.

Barceloneses Pressingsystem verlangt von den Angreifern, schnell Räume zu überbrücken und von vorne zu pressen. Gordon ist hier stark: In den letzten beiden Spielzeiten gehörte er in der Premier League zu den besten 15 Prozent aller Flügelspieler, was Pressing-Aktionen pro 90 Minuten betrifft (12,4). Auch seine 2,3 erfolgreichen Tackles pro 90 Minuten unterstreichen seinen defensiven Beitrag.

Statistische Analyse: Premier-League-Form

Die Spielzeit 2024/25 war Gordons bisher beste. In 36 Pflichtspielen erzielte er elf Tore und bereitete acht weitere vor – eine persönliche Bestleistung. Sein Expected-Goals-Wert (xG) von 9,2 deutet darauf hin, dass die Torausbeute nachhaltig war, da sie auf hochkarätigen Chancen im Strafraum basierte.

Für Newcastle kam Gordon auf durchschnittlich 1,7 Torschussvorlagen pro Partie und absolvierte 1,8 Dribblings pro 90 Minuten bei einer Erfolgsquote von 56 Prozent. Besonders gefährlich war er bei Kontern, wenn er von der linken Seite nach innen zog und mit dem rechten Fuß abschloss.

Wie er in Flicks System passt

Flick bevorzugt ein 4-2-3-1-System, in dem die Außenstürmer die Freiheit haben, in die Mitte zu ziehen. Gordon kann auf beiden Flügeln spielen, seine besten Leistungen zeigte er jedoch links. Diese positionsflexibilität gibt Flick taktische Optionen.

Im Ballbesitz ist Gordon gut darin, in engen Räumen zu kombinieren. Seine Passquote von 78 Prozent ist akzeptabel für einen kreativen Flügelspieler. Allerdings ist seine Entscheidungsfindung im letzten Drittel mitunter inkonsequent – ein Bereich, den Flick verbessern will.

In der Defensive gefällt Flick Gordons Bereitschaft, zurückzuarbeiten. Der Deutsche verlangt von allen Feldspielern Engagement in der Abwehrphase. Gordons Tempo im Rückwärtsgang ist zudem wertvoll, wenn Barcelona viele Spieler nach vorne schickt und riskiert, ausgekontert zu werden.

Ablöse und Marktkontext

Die 60 Millionen Euro machen Gordon nach Williams zum zweitteuersten Sommertransfer Barcelonas. Im Kontext der Premier-League-Verkäufe liegt die Summe unter den Top Ten für englische Flügelspieler. Zum Vergleich: Jadon Sancho wechselte 2021 für 85 Millionen Euro zu Manchester United, Raheem Sterling kostete Chelsea 2022 56 Millionen Euro.

Newcastles Zustimmung zu diesem Preis zeigt, dass die Magpies aufgrund der Profit-and-Sustainability-Regeln (PSR) nach hohen Ausgaben in den Vorjahren zum Verkauf gezwungen waren. Der Zeitpunkt war für beide Seiten richtig.

Auswirkungen auf Fantasy Premier League

Gordons Transfer nimmt ihn für die kommende Saison aus dem FPL-Spiel. Seine Besitzquote war bis Ende 2024/25 auf 14 Prozent gestiegen, angetrieben von konstanten Punktelieferungen. Da Barcelona-Spieler nicht im FPL vertreten sind, wird Gordon für diese Plattform irrelevant.

Sein Abgang könnte die Aussichten anderer Newcastle-Angreifer verbessern. Spieler wie Harvey Barnes und Miguel Almirón könnten mehr Einsatzzeit erhalten, wobei Barnes besonders gute Chancen auf einen Stammplatz hat.

Wie geht es weiter für Gordon und Barcelona?

Gordon soll in den nächsten zehn Tagen als Barcelona-Spieler vorgestellt werden, vorbehaltlich des Medizinchecks. Er wird dann am USA-Trainingslager des Teams teilnehmen, sodass Flick ihn sofort integrieren kann.

Barcelonas Fokus wird sich dann auf die Abgabe von Reservisten verlagern. Mit Gordon und Williams könnten die Einsatzzeiten für Raphinha und Ferran Torres knapp werden. Abgänge dieser beiden Spieler würden die Kasse weiter entlasten.

Für die Premier League hinterlässt Gordons Abgang eine Lücke bei Newcastle. Die Magpies haben Ersatzkandidaten ins Auge gefasst: Crystal Palaces Eberechi Eze und Leeds' Crysencio Summerville stehen auf der Liste. Das nächste Transferfenster wird entscheidend sein.

Eingeordnet unter: Transfergerüchte | LA Premier League Home