FA ermittelt: Birmingham und Hull nach Rudelbildung angeklagt

Der englische Fußballverband (FA) hat Birmingham City und Hull City offiziell angeklagt, nachdem es im Championship-Duell Anfang des Monats zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen war. Der Vorfall, an dem mehrere Spieler und Trainer beteiligt waren, ereignete sich in der zweiten Halbzeit im St. Andrew's-Stadion. Die FA bestätigte die Anklage am Mittwoch und berief sich auf Regel E20, die das Verhalten von Spielern und Betreuern regelt.

Was geschah während des Spiels?

Die Rudelbildung entzündete sich an einem umstrittenen Zweikampf an der Seitenlinie. Spieler beider Teams liefen zusammen, es kam zu Schubsereien und hitzigen Wortgefechten. Schiedsrichter Josh Smith zeigte drei Gelbe Karten, bevor er die Lage beruhigte. Die FA prüfte Videoaufnahmen und Berichte der Spieloffiziellen, bevor sie die Klubs anklagte. Birmingham und Hull haben bis nächste Woche Zeit, zu reagieren.

FA-Regeln und mögliche Strafen

Gemäß FA-Regel E20 sind die Vereine dafür verantwortlich, dass ihre Spieler und Offiziellen Disziplin wahren. Bei einem Schuldspruch drohen Geldstrafen ab 10.000 Pfund, bei Wiederholungstätern sogar Punktabzüge. Die FA hat die Durchsetzung verschärft, nachdem es in dieser Saison vermehrt zu Zwischenfällen an der Seitenlinie kam. 2024 wurden Leeds United und Sheffield Wednesday nach einer ähnlichen Massenkonfrontation mit jeweils 25.000 Pfund bestraft.

Auswirkungen auf das Championship-Endspurt

Birmingham liegt derzeit auf Platz zehn der Championship, fünf Punkte hinter den Aufstiegsrängen. Hull ist 15. und hat außer der Platzierung wenig zu verlieren. Eine hohe Geldstrafe könnte die Transferbudgets belasten, besonders bei Birmingham, das um den Aufstieg kämpft. Hull, das im Mittelfeld dümpelt, könnte die Mittel für die Kaderverstärkung im Sommer nutzen. Beide Klubs haben in dieser Saison relativ saubere Disziplinarakten, was die Strafe mildern könnte.

Reaktionen der Klubs

Birmingham City gab eine Erklärung heraus, in der es die Anklage "zur Kenntnis nimmt" und "vollumfänglich kooperieren" wird. Hull City äußerte sich ähnlich und fügte hinzu, man "prüfe den Vorfall intern". Keiner der Klubs hat angedeutet, ob er die Anklage anfechten wird. Die Anhörung wird innerhalb von drei Wochen erwartet.

Wie geht es weiter?

Birmingham reist am Samstag zu Norwich, bevor es am Mittwoch Middlesbrough empfängt. Hull trifft zu Hause auf Swansea und dann auswärts auf West Brom. Die FA-Anhörung wird voraussichtlich nach Saisonende im Mai stattfinden. Beide Klubs werden versuchen, bis dahin weitere Disziplinarprobleme zu vermeiden.

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