Everton kurz vor Stones-Comeback: Rückkehr nach Merseyside bahnt sich an
Everton steht offenbar unmittelbar vor einem Transfer-Coup: Nach Informationen von Sports Boom befinden sich die Toffees in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Manchester City über eine Rückholaktion von John Stones. Der Innenverteidiger, der Goodison Park vor zehn Jahren für eine britische Rekordablöse von 47,5 Millionen Pfund in Richtung Etihad verließ, kehrt damit womöglich an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Der 30-jährige Abwehrspieler verbrachte vier Saisons bei den Toffees, ehe ihn sein Rekordtransfer nach Manchester führte. Nun zeichnet sich eine spektakuläre Rückkehr ab – die Verhandlungen zwischen den Klubs sind weit fortgeschritten.
Wie Stones in Sean Dyches System passen würde
Eine Verpflichtung von Stones würde Evertons Defensive erheblich aufwerten. Der ballsichere und im Spielaufbau starke Innenverteidiger, der immer wieder ins Mittelfeld vorrückt, entspricht genau den Anforderungen des modernen Premier-League-Fußballs. Seine Fähigkeit, das Spiel von hinten zu eröffnen, würde es Trainer Sean Dyche erlauben, einen kontrollierteren Aufbau zu praktizieren und weniger auf lange Bälle von Keeper Jordan Pickford angewiesen zu sein.
Mit James Tarkowski und Jarrad Branthwaite hat Everton zwar ein solides, aber eher reaktives Innenverteidiger-Duo. Stones hingegen bringt proaktive Elemente und Passsicherheit aus der Tiefe mit. Er könnte als rechter Innenverteidiger auflaufen, mit Kopfballstärke und präzisen Zuspielen.
Die Personalie wirft auch Fragen nach Dyches taktischer Flexibilität auf: Stones, unter Pep Guardiola in einer Dreierkette geschult, könnte es Dyche erlauben, gegen stärkere Gegner die Formation umzustellen – defensiv stabil, aber mit hoher Spielqualität.
Form und Statistiken: Stones' aktuelle Leistungen
Stones kam in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 18 Einsätze für Manchester City, mit einem Tor und einer Vorlage. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, so stehen nur 12 Premier-League-Einsätze in der Startelf zu Buche. Trotz dieser Ausfälle ist seine Passquote mit 92,4 Prozent herausragend, und er gehört zu den besten 15 Prozent der Verteidiger, was progressive Ballläufe angeht (1,3 pro 90 Minuten).
Für Everton wäre der Transfer ein wichtiger Schritt zu mehr defensiver Stabilität. Die Toffees kassierten in 25 Ligaspielen 35 Gegentore – der siebtschlechteste Wert der Liga. Mit Stones könnte die Abwehrreihe gestärkt werden, die bislang erst fünf Mal zu null spielte, dreimal davon gegen Aufsteiger.
Seine Antizipationsfähigkeit und Stellungsspiel könnten zudem den Druck auf Mittelfeldspieler wie Amadou Onana mindern und dem Belgier mehr Freiheiten in der Offensive verschaffen.
Transferhintergrund: Ablöse, Vertrag und Financial Fairplay
Die genaue Ablösesumme ist noch nicht bekannt, doch dürfte Everton weit weniger zahlen als die 47,5 Millionen Pfund, die man 2016 kassierte. Stones ist inzwischen 30 Jahre alt und sein Vertrag bei City läuft noch 18 Monate – Faktoren, die den Marktwert drücken. Berichten zufolge soll eine Summe zwischen 20 und 25 Millionen Pfund im Raum stehen – ein kluger Deal angesichts seiner Erfahrung und Premier-League-Qualität.
Mit Blick auf die Profit & Sustainability Rules (PSR) könnte Everton durch die Verkäufe von Richarlison und Anthony Gordon sowie reduzierte Gehaltskosten diese Investition stemmen. City wiederum zeigt sich verkaufsbereit, um die Auflagen des Premier-League-Reglements zu erfüllen – ein beidseitig vorteilhaftes Geschäft.
Es wäre Stones' vierter Wechsel nach Barnsley (2013 zu Everton) und dem Transfer zu City 2016.
Fantasy Premier League: Stones als Schnäppchen
Stones ist derzeit bei 4,2 Prozent der FPL-Manager im Kader, sein Preis liegt bei 5,2 Millionen Pfund. Ein Wechsel zu Everton, das ab Spieltag 26 auf eine verhältnismäßig leichte Gegner-Reihenfolge trifft (Leicester, Brentford, West Ham), könnte ihn zu einem interessanten Differenzialspieler machen. Everton belegt in den letzten sechs Spielen Platz 12 bei den erwarteten Gegentoren (xGC). Mit Stones steigen die Chancen auf weiße Westen, was ihn als budgetschonenden Verteidiger attraktiv macht.
Historisch gesehen erzielte Stones bei Everton durchschnittlich 3,9 Punkte pro Spiel, bei City waren es 3,2. Die defensivere Rolle bei Everton könnte sein Punkte-Potenzial stabilisieren – eine günstige Option für alle, die sich eine Ecke der Everton-Abwehr sichern wollen.
Historische Parallelen: Rückkehrer, die prägten
Ein solches Comeback erinnert an prominente Rückkehrer der Premier-League-Geschichte. Wayne Rooneys Rückkehr zu Everton 2017 nach 13 Jahren bei Manchester United ist das bekannteste Beispiel – wenn auch eher symbolisch. In jüngerer Zeit kehrte Luke Shaw zu Southampton zurück? Oder Joleon Lescott wechselte 2013 von City zurück zu Everton? Tatsächlich war es umgekehrt. Paul Pogbas Rückkehr zu Manchester United 2016 war finanziell ähnlich gelagert, aber positionell anders.
Am ehesten vergleichbar ist Stones' Transfer mit Jermain Defoes Rückkehr zu Tottenham? Nein, Defoe ging zu Bournemouth. Fakt ist: Stones' Rückkehr wäre eine der bedeutendsten Defensiv-Rückholaktionen der jüngeren Premier-League-Geschichte – gemessen an der ursprünglichen Ablöse und der anschließenden Entwicklung des Spielers.
Wie geht es weiter für Everton und Stones?
Das Transferfenster schließt am 3. Februar, Everton bleiben nur wenige Tage, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen. Bei Erfolg könnte Stones rechtzeitig für die Partie bei Leicester City registriert werden – eine Partie, in der seine Spieleröffnung gefragt wäre. Für Manchester City würde der Verkauf sofortige Liquidität schaffen und Gehaltskosten senken, um die letzten Stunden der Wechselfrist für eigene Transfers zu nutzen.
Stones' Abgang würde Guardiolas Kader in der Innenverteidigung schwächen. Ohne ihn müsste City auf Ruben Dias, Manuel Akanji und Nathan Aké setzen. Gerade im Hinblick auf Kyle Walkers Formschwankungen wäre Stones' Verlust schmerzhaft.
Für Everton wäre die Verpflichtung ein klares Bekenntnis unter der Ära 777 Partners: Der Klub will zurück in die obere Tabellenhälfte. Stones' Führungsqualitäten und Erfahrung könnten einer Mannschaft helfen, die nach dem jüngsten Trainerwechsel noch auf der Suche nach ihrer Identität ist.
Die nächsten 48 Stunden sind entscheidend. Sollten die Gespräche platzen, könnte Everton auf Alternativen wie Maxence Lacroix oder Rob Holding ausweichen. Doch Stand jetzt ist der Stones-Deal der, der der Ziellinie am nächsten ist.
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