Everton nimmt Kontakt zu Barça wegen Bardghji auf

Der FC Everton hat nach Informationen von TEAMtalk Gespräche mit dem FC Barcelona über einen Transfer von Flügelstürmer Roony Bardghji aufgenommen. Der 20-Jährige war im vergangenen Sommer von Kopenhagen nach Katalonien gewechselt und soll rund 13 Millionen Pfund (ca. 15 Mio. Euro) Ablöse kosten. Barcelona plane, den umworbenen Youngster zu Geld zu machen, berichten englische Medien.

Bardghjis bisherige Karriere

Bardghji war im Sommer 2024 aus der Talentschmiede von Kopenhagen nach Barcelona gewechselt. Der gebürtige Schwede machte sich in Dänemark einen Namen: In 55 Pflichtspielen für den dänischen Topklub erzielte er zehn Tore und bereitete acht Treffer vor. Sein Tempo und seine Dribbelstärke machten ihn vor dem Wechsel zu einem der begehrtesten Talente Europas.

Doch seine Zeit bei Barça verlief nicht wie erhofft. In der mit Stars gespickten Offensive kam Bardghji nur selten zum Zug und rutschte in der Hackordnung nach unten. Da Barcelona die Kasse aufbessern muss, ist der Klub offen für einen Verkauf des Youngsters.

Warum Everton Interesse hat

Everton braucht dringend Verstärkung für die Offensive. Die Toffees haben in 30 Premier-League-Spielen nur 28 Tore erzielt – zu wenig für den Klassenerhalt. Trainer David Moyes sucht nach mehr Breite und Kreativität, und Bardghji passt als junger, hungriger Flügelspieler ins Profil, der auf beiden Seiten einsetzbar ist.

Sein Spielstil erinnert an den ehemaligen Everton-Flügelstürmer Anthony Gordon – direkt, technisch stark und mit Zug zum Tor. Bardghji würde Konkurrenz für Dwight McNeil und Jack Harrison bringen, deren Leistungen schwanken. Bei einer Ablöse von umgerechnet 15 Mio. Euro ist es ein kalkulierbares Risiko mit hohem Wiederverkaufswert.

Taktische Rolle im Goodison Park

Moyes lässt meist im 4-4-1-1 oder 4-2-3-1 spielen. Bardghji käme vornehmlich auf dem rechten Flügel zum Einsatz, um mit seinem starken linken Fuß nach innen zu ziehen und Abschlüsse zu suchen. Seine Flanken wären auch für Kopfballspieler wie Dominic Calvert-Lewin oder Beto gefährlich. Defensiv zeigt der Schwede gute Ansätze: In der dänischen Liga kam er auf durchschnittlich 1,3 Tacklings pro Spiel, ein Hinweis auf Anpassungsfähigkeit an die Premier League.

Transfermarkt-Kontext

Für umgerechnet 15 Mio. Euro wäre Bardghji ein Schnäppchen. Zum Vergleich: Everton gab für Jack Harrison (Leihgabe mit Kaufpflicht) 15 Mio. Pfund und für Jesper Lindstrøm 9 Mio. Pfund aus. Auch andere Premier-League-Klubs zahlten mehr für Flügelspieler: Crysencio Summerville kostete West Ham 25 Mio. Pfund. Bardghjis Alter und Wiederverkaufspotenzial machen den Deal für Evertons Scouting-Team attraktiv.

Allerdings könnte die Konkurrenz den Preis treiben. Laut TEAMtalk beobachten mehrere Klubs aus Italien und Deutschland die Lage. Sollte ein Bieterkampf entbrennen, müsste Everton schnell handeln.

Auswirkungen auf Fantasy Premier League

Für FPL-Manager könnte Bardghji bei einem Wechsel eine Differenzial-Option sein. Aktuell nicht im Spiel, würde er vermutlich bei 5,5–6,0 Mio. Euro eingepreist werden. Evertons Restprogramm mit Spielen gegen Abstiegskandidaten könnte frühe Punkte bringen. Allerdings ist Vorsicht geboten: In 15 Spielen für Barcelona B gelangen ihm nur zwei Tore.

Wie geht es weiter bei Everton?

Evertons Transferaktivitäten hängen vom Klassenerhalt ab. Aktuell auf Platz 16, vier Punkte vor den Abstiegsrängen, will der Klub wohl erst die Liga sichern, bevor er sommerliche Neuzugänge fix macht. Die frühzeitige Kontaktaufnahme zeigt jedoch eine proaktive Strategie. Das Transferfenster öffnet im Juni, Verhandlungen dürften in den nächsten Wochen Fahrt aufnehmen.

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