De Zerbi bleibt Tottenham treu – Klassenerhalt als Neuanfang

Roberto De Zerbi hat bestätigt, dass er Trainer von Tottenham Hotspur bleibt, nachdem die Spurs am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Premier League gesichert haben. Der Italiener plant bereits den Kaderumbau für die nächste Saison, nachdem sein Team dem Abstieg nur um zwei Punkte entgangen war.

Nach einem nervenaufreibenden 1:0-Sieg gegen das bereits abgestiegene Sheffield United zeigte sich De Zerbi erleichtert. „Ich bin sehr glücklich und erleichtert. Wir haben hart gearbeitet, um die Klasse zu halten, und jetzt konzentriere ich mich darauf, ein stärkeres Team für die nächste Saison aufzubauen“, sagte er.

Eine Saison voller Probleme – und die Rettung

Tottenhams Saison war von Konstanz weit entfernt: Nur zehn von 38 Ligaspielen wurden gewonnen. Eine Serie von sechs Niederlagen in acht Partien brachte die Spurs in Abstiegsgefahr. Verletzungen von Heung-min Son und Cristian Romero bremsten den Schwung, und defensive Aussetzer kosteten 22 Punkte nach Führungen – die zweitschlechteste Bilanz der Liga.

De Zerbis Ballbesitzstil verpuffte oft in der Offensive: Tottenham belegte Rang 15 bei den erzielten Toren (38) und Platz 12 bei den Expected Goals (xG 42,5). Die Pressingintensität ließ nach Januar deutlich nach, mit nur noch 8,9 Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte pro Spiel (vorher 11,4).

Was der Klassenerhalt für Tottenham bedeutet

Die finanzielle Stabilität war der wichtigste Aspekt. Der Verbleib in der Premier League garantiert mindestens 100 Millionen Pfund aus TV-Erlösen und Leistungsprämien. Ohne den Klassenerhalt hätte ein Ausverkauf der Stars gedroht. Nun kann De Zerbi mit einem soliden Budget planen.

Der Trainer deutete taktische Änderungen an: „Wir brauchen mehr Balance zwischen Angriff und Abwehr. Nächste Saison werden wir bei Bedarf direkter spielen, aber unsere Identität bewahren.“ Als Transferprioritäten nannte er einen echten Torjäger (der Ersatz für Harry Kane wurde nie gefunden) und einen robusten Innenverteidiger als Partner von Romero.

Für Fantasy Premier League-Manager werden Tottenham-Spieler wieder interessanter. Sons Marktwert dürfte von 10,0 auf rund 8,0 Millionen Pfund fallen, was ihn zu einem guten Differenzialspieler macht. Die Auftaktgegner in der neuen Saison könnten Aufsteiger sein.

Wie De Zerbi seine Taktik weiterentwickelt

De Zerbis Markenzeichen bei Brighton waren fließende Angriffsbewegungen und hohes Pressing. Bei Tottenham hatte dieses System gegen aggressive Mittelfeldblocks Probleme. Er wird wahrscheinlich mehr Konter einbauen, besonders auswärts. Auch Standards sollen verbessert werden: Tottenham erzielte nur sechs Tore nach ruhenden Bällen – Ligarang 18.

  • Wechsel von starrem 4-2-3-1 zu flexiblem 3-4-3 im Ballbesitz, um die Flügel zu überladen
  • Mehr eingesetzte Außenverteidiger, die nach innen rücken, um die Abwehr zu schützen
  • Verpflichtung eines Spezialtrainers für Standards, um die Ausbeute bei Ecken und Freistößen zu steigern

Wie es bei Tottenham unter De Zerbi weitergeht

Die Vorbereitung beginnt im Juli mit Testspielen gegen die Glasgow Rangers und Celtic. Bis Anfang August werden mindestens vier Neuzugänge erwartet. Der Vorstand gibt als Minimalziel für 2025/26 einen Platz im oberen Tabellendrittel aus, langfristig soll die Europa-League-Qualifikation her.

De Zerbi weiß, dass der Spielraum gering ist. „Nächste Saison dürfen wir keinen Fehlstart haben. Wir müssen vom ersten Spieltag an bereit sein“, warnte er. Mit einem klaren Plan und einem engagierten Trainer könnte der Klassenerhalt die Basis für eine bessere Zukunft sein.

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