Zehn Jahre nach einer der größten sportlichen Sensationen der Geschichte haben Leicester Citys Meisterkapitän Wes Morgan und Mittelfeldspieler Marc Albrighton über die Märchensaison 2015/16 gesprochen, in der die Foxes 5000-1-Quoten trotzten und die Premier-League-Trophäe holten.

Die unvergessliche Reise

In einem reflektierenden Interview beschrieb Morgan die surreale Atmosphäre, die den Verein von Anfang an umgab. „Wir hatten eine Polizeieskorte zu Vardys Party, nachdem wir den Titel gesichert hatten. Es war wie nichts, was wir je erlebt hatten. Die ganze Stadt erwachte zum Leben“, sagte er. Albrighton fügte hinzu: „Es fühlt sich immer noch nicht real an. Jedes Mal, wenn ich die Highlights sehe, bekomme ich eine Gänsehaut.“ Die beiden teilten Hintergrundgeschichten über Claudio Ranieris Führungsstil, die berühmten Schlachtrufe „Dilly Ding, Dilly Dong“ und den unglaublichen Teamgeist, der sie an die Spitze trieb.

Eine Saison für die Ewigkeit

Leicesters Triumph begann mit einer großen Flucht in der vorherigen Saison, als sie im April 2015 auf dem letzten Platz standen. Unter Ranieri verwandelte sich das Team in eine Kontermaschine, wobei Jamie Vardy in 11 aufeinanderfolgenden Spielen traf und Riyad Mahrez Verteidiger verzauberte. Der Titel wurde am 2. Mai 2016 bestätigt, nachdem Tottenham Hotspur im Stamford Bridge 2:2 gegen Chelsea unentschieden spielte, was in ganz Leicester wilde Feierlichkeiten auslöste.

Vermächtnis und Wirkung

Der Sieg hatte einen nachhaltigen Einfluss auf den Verein und die Liga. Morgan und Albrighton waren Teil des Kaders, der in der folgenden Saison auch das Viertelfinale der Champions League erreichte. „Die Meisterschaft hat nicht nur unser Leben verändert; sie hat die Wahrnehmung dessen verändert, was im Fußball möglich ist“, sagte Morgan. Albrighton reflektierte: „Wir werden jeden Tag danach gefragt. Fans halten uns auf der Straße an. Es ist eine wunderschöne Erinnerung, die nie verblassen wird.“

Zum 10. Jahrestag plant Leicester City, den Kader mit einer Reihe von Veranstaltungen zu ehren, darunter ein Wiedersehensspiel und eine Dokumentation. Die Geschichte der 5000-1-Außenseiter bleibt ein Symbol der Hoffnung für Underdogs überall.