Chelsea treibt Lacroix-Transfer voran – Persönliche Einigung erzielt

Chelsea steht kurz vor der Verpflichtung von Maxence Lacroix von Crystal Palace. Wie englische Medien berichten, haben sich der 24-jährige Innenverteidiger und die West-Londoner bereits über die persönlichen Vertragsdetails geeinigt. Der Deal ist Teil des großen Kaderumbaus unter Trainer Xabi Alonso.

Lacroix wechselte 2023 vom VfL Wolfsburg zu Palace und etablierte sich dort als Stammkraft in der Innenverteidigung. Trotz der schwachen Saison der Eagles – sie liegen im Mittelfeld der Premier League – machte der Franzose durch konstante Leistungen auf sich aufmerksam. Mehrere Top-Klubs sollen interessiert sein, doch Chelsea hat die Nase vorn.

Hintergrund und taktische Passform

Lacroix‘ Profil passt perfekt zu Alonsos Vorliebe für ballsichere Innenverteidiger, die das Spiel von hinten aufbauen können. Der Spanier setzt seit seiner Ankunft auf ein hoch pressendes, ballbesitzorientiertes System, das von den Abwehrspielern Souveränität unter Druck und präzises Passspiel fordert. Mit einer Passquote von 88 Prozent in dieser Saison erfüllt Lacroix diese Anforderungen.

Die Defensive der Blues hat sich unter Alonso verbessert, doch der Trainer will die Kaderbreite erhöhen. Wesley Fofana und Levi Colwill bilden derzeit die erste Wahl, aber Verletzungen haben die Kontinuität gestört. Lacroix würde Konkurrenz und eine andere taktische Option bieten, besonders in Spielen gegen tief stehende Gegner.

Form und Statistiken

Lacroix absolvierte in dieser Premier-League-Saison 22 Einsätze, erzielte zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Laut Opta-Daten kommt er pro 90 Minuten auf 2,1 Tacklings, 1,4 Interceptions und 4,3 Klärungen. Seine Kopfballstärke (65 Prozent gewonnene Duelle) macht ihn zudem zu einer Waffe bei Standards – ein Bereich, in dem Chelsea bislang unterdurchschnittlich war.

Crystal Palace kassierte in 30 Ligaspielen 47 Gegentore, die sechstschlechteste Bilanz der Liga. Lacroix war einer der wenigen Lichtblicke in einer enttäuschenden Saison und spielte sich mit seinen Leistungen ins Visier größerer Klubs.

Transfermarkt-Kontext

Der Wechsel soll eine Ablöse von umgerechnet 35 bis 40 Millionen Pfund (ca. 40 bis 46 Millionen Euro) einbringen, plus Bonuszahlungen, die die Gesamtsumme auf knapp 45 Millionen Pfund (52 Millionen Euro) anheben könnten. Das wäre ein ordentlicher Gewinn für Palace, die vor zwei Jahren etwa 18 Millionen Pfund an Wolfsburg zahlten. Die Summe spiegelt den überhitzten Markt für junge, Premier-League-erprobte Innenverteidiger wider: Manchester United überwies 2022 rund 50 Millionen für Lisandro Martinez, Liverpool zahlte 36 Millionen für Ibrahima Konate.

Lacroix hat in Selhurst Park noch Vertrag bis 2027, was Palace eine starke Verhandlungsposition verschafft. Der Wunsch des Spielers, zu einem Champions-League-Anwärter zu wechseln, hat die Gespräche jedoch beschleunigt.

Auswirkungen auf Chelsea und Fantasy Premier League

  • Lacroix‘ Verpflichtung würde Benoit Badiashile wohl weiter ins Abseits drängen; der Franzose könnte im Januar einen Leihwechsel anstreben.
  • Aus FPL-Sicht: Lacroix ist für 5,0 Millionen Pfund gelistet und nur bei 2,1 Prozent der Manager im Kader. Chelsea hat in den kommenden Spielen gegen Wolverhampton, Everton und Southampton verhältnismäßig leichte Gegner, was ihn zu einem preiswerten Enabler macht.
  • Seine Kopfballstärke bei Standards könnte Chelseas schwache Ausbeute in diesem Bereich verbessern: Die Blues erzielten in dieser Saison nur sieben Tore nach ruhenden Bällen – Rang 14 in der Liga.

Xabi Alonsos Defensiv-Umbau

Seit seiner Amtsübernahme im Sommer nach Mauricio Pochettino hat Alonso darauf geachtet, das Rückgrat der Mannschaft zu stärken. Die Verpflichtungen von Mittelfeldspieler Romeo Lavia und Torhüter Giorgi Mamardashvili schlossen wichtige Lücken, doch die Abwehr benötigte weitere Investitionen. Lacroix würde neben Fofana, Colwill und Malo Gusto ein weiterer junger, beweglicher Verteidiger sein, der in einer hohen Kette spielen kann.

Alonsos System setzt auf aggressives Gegenpressing, eine Taktik, die von den Verteidigern verlangt, bei Ballverlust ins Mittelfeld vorzurücken. Lacroix‘ Geschwindigkeit – er gehörte in seiner Wolfsburger Zeit zu den zehn Prozent schnellsten Innenverteidigern der Bundesliga – prädestiniert ihn für diese Rolle.

Ausblick

Die persönlichen Einigung gilt als Formsache, der Medizincheck soll in den kommenden Tagen stattfinden. Chelsea will den Transfer vor dem nächsten Ligaspiel gegen Wolverhampton in der Stamford Bridge unter Dach und Fach bringen. Palace könnte die Einnahmen für einen Ersatz nutzen; Gerüchte um Leny Yoro (Lille) und Hayden Carter (Blackburn) kursieren bereits.

Sollte der Deal klappen, wäre Lacroix Chelseas zweiter Neuzugang im Januar nach der Vertragsverlängerung von Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka. Der defensive Umbau zeigt Alonsos Ambitionen, die Lücke zu den Spitzenreitern Arsenal und Manchester City zu schließen.

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