Arsenal bleibt hart: Kein Verkauf von Hincapie an Real Madrid

Arsenal hat eine klare Position zu Piero Hincapie bezogen: Der Klub will trotz des Interesses von Real Madrid nicht verhandeln. Laut TeamTalk bewundern die Königlichen den ecuadorianischen Verteidiger, doch die Gunners haben nicht vor, ihn abzugeben.

Berichten zufolge beobachtet Real Madrid Hincapie schon länger und taxiert ihn auf rund 60 Millionen Euro (51,3 Mio. Pfund). Arsenal sieht den 22-Jährigen jedoch als wichtigen Bestandteil der langfristigen Planung und lässt keine Angebote zu.

Hintergrund: Hincapies Aufstieg und Arsenals Abwehrstärke

Hincapie wechselte im Sommer 2023 für gemeldete 30 Millionen Pfund von Bayer Leverkusen zu Arsenal. Seitdem hat er sich als Stammkraft in Mikel Artetas Abwehr etabliert. In dieser Saison absolvierte er 27 Pflichtspiele und trug zu zwölf Zu-Null-Spielen bei.

Arsenals Defensive gehört zu den stabilsten der Premier League – nur 24 Gegentore in 30 Spielen. Besonders das Duo Hincapie und William Saliba harmoniert: In 18 gemeinsamen Starts blieb der Kasten zehnmal sauber.

Real Madrids Interesse ist angesichts der Langzeitverletzungen von Eder Militao und David Alaba nachvollziehbar. Doch Arsenal steht nicht unter Verkaufsdruck, da Hincapie bis 2028 vertraglich gebunden ist.

Auswirkungen auf Arsenals Saison und Transferpolitik

Der Verbleib von Hincapie ist entscheidend für Arsenals Ambitionen. Der Klub liegt in der Premier League auf Platz zwei, drei Punkte hinter Spitzenreiter Liverpool bei noch acht Spielen. Einen Innenverteidiger aus der Startelf mitten in der Saison zu verlieren, wäre ein schwerer Schlag.

  • Hincapies Spielaufbau ist essenziell für Arsenals Passspiel. Er kommt auf 62 Pässe pro Spiel mit 89 Prozent Genauigkeit, seine progressiven Pässe gehören zu den Top 10 % unter Premier-League-Verteidigern.
  • Seine Vielseitigkeit erlaubt Einsätze als Linksverteidiger in einer Viererkette oder als linker Innenverteidiger in einer Dreierkette – das gibt Arteta taktische Flexibilität.
  • Auch in Fantasy Premier League ist Hincapie relevant: 8,2 % der Manager setzen auf ihn, er sammelte 112 Punkte. Dank Arsenals Restprogramm (u.a. Wolves, Chelsea, Everton) bleibt er eine Option.

Finanziell ist Arsenal nicht auf Spielerverkäufe angewiesen. Der Klub wies zuletzt einen Gewinn von 46 Millionen Pfund aus und gab in den letzten zwei Transferfenstern über 200 Millionen Pfund aus. Ein 60-Millionen-Euro-Angebot abzulehnen, entspricht der Politik, Kernspieler zu halten.

Wie geht es weiter mit Hincapie und Arsenal?

Real Madrid wird wohl nur dann ein offizielles Angebot abgeben, wenn Hincapie auf einen Wechsel drängt – was aufgrund seiner Integration in London unwahrscheinlich ist. Arsenal konzentriert sich auf die Champions-League-Qualifikation und den Titelkampf, mit Hincapie als zentraler Figur.

Möglicherweise verlängern die Gunners Hincapies Vertrag vorzeitig, um künftige Interessen abzuwehren – eine Taktik, die sie bereits bei Bukayo Saka und Gabriel Martinelli anwendeten. Vorerst gilt: keine Bewegung, der Verteidiger bleibt ein Arsenal-Spieler.

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