Arsenals 60-Millionen-Angebot abgeblitzt

Arsenal ist mit einem ersten Angebot von 60 Millionen Pfund für einen zentralen Mittelfeldspieler gescheitert. Der Klub überlegt nun die nächsten Schritte – und offenbar rückt Newcastles Bruno Guimaraes in den Fokus.

Hintergrund und Kontext

Die Gunners haben das zentrale Mittelfeld in diesem Sommer zur Priorität erklärt. Mikel Artetas Team wurde in der abgelaufenen Saison Vizemeister, aber die fehlende Tiefe im Mittelfeld wurde im Titelrennen offenbart. Arsenal gewann vier der letzten fünf Ligaspiele, spielte aber gegen Manchester City unentschieden und verlor gegen Aston Villa – zwei entscheidende Punktverluste.

Bruno Guimaraes, 26, ist seit seinem 40-Millionen-Wechsel von Lyon im Januar 2022 eine Schlüsselfigur bei Newcastle. Der brasilianische Nationalspieler absolvierte 97 Pflichtspiele für die Magpies, erzielte 13 Tore und bereitete acht vor. Seine Passquote von 87 Prozent und 2,3 Tacklings pro Spiel in der letzten Saison unterstreichen seine Vielseitigkeit.

Das 60-Millionen-Angebot zeigt Arsenals Bereitschaft, tief in die Tasche zu greifen. Aber das Scheitern beim ersten Wunschkandidaten zwingt zu einer Neuausrichtung. Guimaraes ist im St. James‘ Park noch bis 2028 unter Vertrag, Newcastle steht daher nicht unter Verkaufsdruck.

Auswirkungen und Analyse

Die Verpflichtung von Guimaraes wäre ein echtes Statement. Der Brasilianer vereint Box-to-Box-Energie, defensive Disziplin und progressives Passspiel – Eigenschaften, die perfekt zu Declan Rice in einer Doppel-Sechs passen. Artetas System verlangt nach Mittelfeldspielern, die hoch pressen und schnell den Ball zurückerobern – genau Guimaraes‘ Stärken.

  • Guimaraes kam in der Vorsaison auf 1,8 Torschussvorlagen pro Spiel – Top-10-Wert unter den Premier-League-Mittelfeldspielern.
  • Seine 83. Perzentile bei erfolgreichen Dribblings (1,2 pro Spiel) gibt Arsenals Spielaufbau eine zusätzliche Dimension.
  • Für Fantasy-Manager: Guimaraes (6,0 Mio. Pfund) lieferte mit vier Toren und fünf Vorlagen 2023/24 konstante Punktausbeute.

Newcastles Position erschwert die Sache: Die Magpies brauchen nach dem saudischen Investment kein Geld, müssen aber die Profit & Sustainability Rules einhalten. Ein Verkauf eines Leistungsträgers würde Eddie Howes Team vor der Champions-League-Saison schwächen.

Arsenal müsste wohl über 80 Millionen Pfund bieten, um Newcastle ins Wanken zu bringen. Der Rekordtransfer der Gunners ist Declan Rice für 105 Millionen – sie haben also gezeigt, dass sie für den richtigen Spieler tief in die Tasche greifen.

Wie geht es weiter bei Arsenal?

Arsenals Mittelfeldplanung hängt an diesem Transfer. Thomas Partey steht vor dem Abschied, Jorginho wird 33 – ein neuer zentraler Mittelfeldspieler ist essenziell. Der Klub wird entweder ein verbessertes Angebot vorlegen oder auf Alternativen wie Crystal Palaces Eberechi Eze oder Aston Villas Douglas Luiz umschwenken.

Die Vorbereitung beginnt im Juli, Arteta möchte den Kader frühzeitig beisammen haben. Der nächste Schritt in dieser Saga wird zeigen, wie hoch Arsenals Budget und Ambitionen für dieses Transferfenster wirklich sind.

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