AC Mailand nimmt Ruben Amorim ins Visier: Trainer-Suche läuft auf Hochtouren

Laut einem Bericht von Fichajes hat der AC Mailand Gespräche mit dem portugiesischen Coach Ruben Amorim aufgenommen, während die Suche nach einem neuen Cheftrainer intensiviert wird. Der Serie-A-Klub sucht einen langfristigen Nachfolger für Stefano Pioli, der den Verein am Ende der letzten Saison verlassen hatte.

Amorim (39) trainiert seit 2020 Sporting Lissabon und hat sich zu einem der vielversprechendsten jungen Trainer Europas entwickelt. Sein Stern stieg besonders nach dem Gewinn der ersten portugiesischen Meisterschaft für Sporting seit 19 Jahren in der Saison 2020/21. Seitdem kamen zwei Taça-da-Liga-Titel hinzu.

Warum Ruben Amorim weiterhin gefragt ist

Amorims taktisches Geschick und seine Fähigkeit, junge Talente zu fördern, haben ihn zu einer begehrten Figur im europäischen Fußball gemacht. Bekannt für seine Vorliebe für eine 3-4-2-1-Formation, formte er bei Sporting eine organisierte und dynamische Mannschaft, die intensiv presst und schnell umschaltet.

Seine Bilanz in der Primeira Liga ist beeindruckend: In über 120 Spielen als Chefcoach gewann er 79 und verlor nur 18 Partien – eine Siegquote von 63 Prozent. Auch international hat Sporting regelmäßig überzeugt und erreichte 2021/22 und 2022/23 das Achtelfinale der Champions League.

Amorims Talentförderung sticht ebenfalls hervor. Er begleitete die Entwicklung von Spielern wie Pedro Gonçalves, der zu den Top-Torjägern der Liga zählt, und des jungen Innenverteidigers Ousmane Diomande, der Interesse mehrerer Premier-League-Klubs geweckt hat.

Was das für AC Mailand und Amorim bedeutet

Für den AC Mailand wäre die Verpflichtung Amorims ein klarer Strategiewechsel. Die Rossoneri bevorzugten traditionell erfahrene italienische Trainer, doch Piolis Abgang öffnet die Tür für einen progressiveren, moderneren Ansatz. Amorims Pressing-Stil und Fokus auf Jugend passen zu Mailands jüngster Transferpolitik, die auf junge Spieler wie Rafael Leão, Sandro Tonali und Theo Hernández setzt.

  • Amorims 3-4-2-1-System könnte zum aktuellen Kader passen, der zwar eine Viererkette gewohnt ist, aber mit Fikayo Tomori und Malick Thiaw anpassungsfähige Verteidiger hat.
  • Seine Erfahrung in der Spielerentwicklung könnte das Potenzial junger Stars wie Leão und Brahim Díaz entfesseln.
  • Der Wechsel würde Mailand zudem eine taktische Identität in der Serie A verleihen, wo nur wenige Klubs eine Dreierkette mit so intensivem Pressing spielen.

Wie es mit Ruben Amorim und AC Mailand weitergeht

Berichten zufolge fanden bereits erste Gespräche mit Amorims Beratern statt, ein formelles Angebot liegt aber noch nicht vor. Der Portugiese ist bei Sporting noch bis 2026 unter Vertrag, seine Ausstiegsklausel soll bei 20 Millionen Euro liegen. Sporting möchte ihn halten, doch Amorim hat bereits Ambitionen geäußert, in einer Top-5-Liga zu arbeiten.

Mailand will vor dem Saisonstart im Juli einen neuen Trainer präsentieren. Amorim gilt als einer von mehreren Kandidaten auf der Shortlist. Die Vereinsführung um Technikdirektor Geoffrey Moncada und Sportdirektor Ricky Massara ist offenbar von Amorims taktischer Flexibilität und langfristiger Vision beeindruckt.

Für Amorim wäre der Wechsel ins San Siro ein bedeutender Karriereschritt und die Chance, sich in einer der stärksten Ligen Europas zu beweisen. Mit dem zweiten Platz in der Vorsaison und der Rückkehr in die Champions League bietet das Mailänder Projekt eine solide Grundlage für Erfolg.

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